• Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Psychopharmaka,... Die moderne Psychiatrie und Psychotherapie hat heute eine große Bandbreite an verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Aber welche ist für Sie die richtige? Wann sollte man in eine psychiatrische Klinik gehen, wann reicht eine ambulante Psychotherapie?

Diagnose Schizophrenie

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Ich rege mich halt auf, dass ich vor der Psychiatrie nicht versucht habe das Medikament abzusetzen. Das hätte ich gut machen können für ein paar Tage und da wäre bestimmt nicht gleich was passiert.
Jetzt habe ich aber so viele Tabletten, dass ich einige davon absetzen müsste, um zu gucken, ob ich noch depressiv bin. Und ein bisschen besser sind zumindestens die Angstzustände geworden. Vielleicht wird das wieder schlechter, wenn ich absetze. Ich werde mal mit meinem Arzt in der Ambulanz reden. Vielleicht kann ich mit dem das Experiment machen. Es ist halt eben nicht viel besser geworden und ich würde gerne wissen woran es liegt.
 
Ich habe das Gefühl du willst de guten Zeiten genau so zurück wie sie waren und das schlagartig.
Nur, vielleicht nimmst du hypomansiche Phasen als Maßstab, das ist häufig so dass normales Befinden als schlecht empfunden wird weil die Manien eben der Maßstab aller Dinge sind und das ist mit Medikamenten natürlich niemals zu erreichen.
Wenn man lernt die kleinen Schritte zu erkennen und auch zu würdigen, dann fällt es leichter durchzuhalten.
 
Ne ich vergleiche es nicht mit manischen Zeiten. Ich bin wirklich depressiv und wünsche mir einfach ein normales Leben und das werde ich länger nicht haben.
 
So ist das bei Depressionen, es dauert und dann geht es auch eher in Wellen, mal besser und wieder schlechter, es wird nicht so sein dass du morgens aufwachst und alles ist schlagartig wieder gut, deshalb muss man die besseren Zeiten im Kopf behalten um daran zu glauben dass es tatsächlich zwar langsam aber aufwärts geht.
 
Ja immerhin sind die Angstzustände weg. Das war ja ganz furchtbar. Aber bin trotzdem noch depressiv und habe auch manchmal Selbstmordgedanken. Ich gehe heute trotzdem aus der Klinik raus. Viel mehr können sie nicht machen. Wenn es mir nach Monaten noch schlecht gehen sollte mache ich die Elektrokrampftherapie. Aber meine Eltern wollen das nicht. Ich hoffe es wird so mit Tabletten wieder gut. Aber da muss ich mich auch gedulden.
 
Da siehst du doch dass es beständig besser wird, mehr kann man nicht verlangen denn Medikamente sind nun auch keine Wundermittel, es braucht Zeit und Geduld, das solltest du akzeptieren.
 
Ich hatte jetzt nach der Entlassung wieder Sehstörungen und Atemnot. Habe Angst bekommen. Es ist einfach noch nicht gut. Ich kann aber nicht mehr machen als abwarten.
 
Das ist normal, es wird halt nicht von jetzt auf gleich gut, auch nicht mit Medikament.
Versuch mit dem Hadern aufzuhören, das macht nur immer mehr Unzufriedener.
 
Ja ich versuche die Zeit zu genießen, auch wenn ich extrem eingeschränkt bin durch die Krankheit. Ich bin froh, dass meine Eltern mir viel abnehmen. Ich könnte nicht alleine für mich sorgen im Moment. Alles ist so anstrengend.
 
Mal konsequent im positiven Denken üben.
Machst du noch die Übungen, positives nochmal Revue passieren zu lassen?
An solchen Denkweisen musst du dran bleiben, mal probieren und dann wieder lassen bringt nichts, denn auch das braucht Zeit zum Wirken.
 
Ja ich kann es einfach nicht schön reden. Ich bin dankbar für meine Eltern, gutes Essen, Musik. Aber diese Krankheit schränkt mich dermaßen ein. Ich bin auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen.
 
Was wäre denn wenn du einen Unfall hättest und im Rollstuhl sitzen würdest?
Wäre das was anderes?
Ist es aber nicht, man muss das annehmen sonst geht man kaputt.
 
Das wäre mir fast lieber. Wenn das Gehirn kaputt ist, hat man verloren. Bei mir stimmt heftig was nicht. Aber ja ich muss damit weiter leben.
 
Du meinst bei Leuten mit Depressionen ist das Hirn kaputt, können sich gleich aus dem Leben verabschieden?
Unsinn.
Leute mit einem kaputten Gehirn würden dem widersprechen, wenn sie noch könnten.
Du gibst diesem Denken vollkommen hin, damit musst du in der Tat weiter leben wenn du das nicht unterbrechen kannst, Gedanken sind mächtiger als die Realität.
 
Bei mir ist das Hirn kaputt. Ich kann mich kaum aufraffen was zu tun, nichts macht mir mehr Spaß. Wenn ich könnte würde ich es beenden. Aber bisschen Hoffnung ist auch noch da. Aber ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll. Ich habe alle Tabletten geschluckt und Therapien gemacht und jetzt ist es wieder so schlecht.
 
Dein Hirn ist nicht kaputt, es hat nur Probleme die durch die Medis reguliert werden.
Es hilft ja auch nichts dir dauernd dasselbe zu schreiben, dass es Zeit und Geduld braucht, man den Fokus verändern muss, nur weil was etwas länger anhält bleibt es nicht gleich für immer.
Du kniest dich gerade in deine negativ Gedanken und Prophezeiungen so tief hinein, dass andere Sichtweisen ohnehin keinen Platz haben.
So bleibt in der Tat als einzige Waffe auf die Wirkung der Medikamente zu warten und zu hoffen dass du dann etwas positiver wirst.
Vielleicht hilfts auch nochmal hier nachzulesen, sobald es besser wird bist du gleich positiver, sobald es schlechter wird ist das Ende der Welt angebrochen, obwohl es ja schon besser wurde und damit klar ist dass es geht.
Rede nochmal mit deinen Ärzten.
 
Es ist ja gerade die Depression, dass man negative denkt und auch glaubt es geht nicht vorbei. Auf jeden Fall quäl ich mich wirklich und möchte das auch nicht schön reden.
Ich hatte nur mit der einen Zimmernachbarin eine schöne Zeit. Das wundert mich aber.
 
Das sind halt die äußerlichen Einflüsse, wo du anknüpfen könntest.
Jeder der Depressionen hat quält sich, da bist du nicht alleine und wenn es so schlecht geht besprich das auch mit deinen Ärzten.
 
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