RE: vergewaltigte Männer - Paradox?
Ich selber habe einmal jemanden kennengelernt, der als Kind von seiner Mutter sexuell missbraucht wurde.
Wie mir das erzählt wurde, ist mir ganz anders geworden, da es das 1. Mal war, dass mir ein Mann von seiner Vergewaltigung erzählte.
Es ist nicht leicht, darauf Worte zu finden und es kam deutlich hervor, wie der Mann darunter litt bzw. er sich als Versager fühlte, weil er sich nicht wehren konnte. Das war in dem Fall auch nicht möglich, kein 12jähriger kann sich allein ernähren.
Ich denke, die Vergewaltigung bei Männern findet stärker in der Kindheit statt als im Erwachsenenalter, da ein Mann körperlich (nicht immer) einer Frau um einiges überlegen ist.
Im Erwachsenenalter werden Männer sicher mehr seelischer missbraucht, mit Worten oder div. Taten einer Frau,als körperlich.
Wobei ich denke, dass jede Frau einmal einen Mann mit Worten "beschmutzt" hat bzw. ihn unter Druck gesetzt, sei es mit Drohung einer Scheidung etc.
In dem sind Frauen den Männern gegenüber sicher um einiges überlegen.
Dennoch, beides ist nicht richtig und man muss immer versuchen, sich selbst in Zaum zu halten.
Bei der Belächelung der vergewaltigen Männer denke ich mir, dass auch heute noch das Denken des starken Manns herrscht. Das wird leider von der
Kindheit auf mitgegeben. Ein Junge, der weint, ein Weichei. Einer der Gefühle zeigt, das ist doch kein Mann usw.
Das finde ich persönlich nicht richtig, da das normale Bedürfnisse sind und keineswegs irgendwelche Lächerlichkeiten.
In vielen Köpfen wird der Gedanke "was ist das für ein Mann, der sich das gefallen lässt?" rumschwirren.
Man muss für beide Seiten Verständnis zeigen, egal, ob Mann oder Frau.
LG