• Krebs entwickelt sich, wenn die Balance zwischen Zellneubildung und Zelluntergang gestört wird und sich die Zellen unkontrolliert vermehren. So kann sich eine bösartige Geschwulst bilden, ein sogenannter maligner Tumor. Es gibt viele verschiedene Krebsarten. Die meisten Tumoren wachsen zu Beginn in den Organen, zum Beispiel im Darm oder in der Lunge. Manchmal breitet sich der Krebs im Körper aus und bildet Metastasen. Haben Sie Fragen zu einer Krebserkrankung? Egal ob Hautkrebs, Lungenkrebs oder Magenkrebs: In diesem Forum können Sie sich rund um das Thema Krebs austauschen.

Lebermetastasen

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Juanantonio

New member
Guten Tag Herr Prof. Wust

Meine Mutter (84) leidet seit 3 Jahren an einem Adenopankreas Karzinom. Vor 3 Jahren hat man diesen operiert (Whippel) mit Erflolg. Leider wurden im Januar 2011 Lebermetastasen festestellt (ein ca 1,5 cm gross) und mehre kleine. Man hat eine Therapie mit Gemcar gemacht, welche nichts brachte. Im Gegenteil die Hauptmetastase ist massiv gewachsen. (3 cm). Ich habe vollstes Vertrauen in unseren Onkologen. Er hat ihr empfohlen nichts zu machen und möglichst lange eine gute Lebensqualität zu haben. Meine Frage ist warum kann man Lebermetastasen nicht operieren? Ist das ein grosse Eingriff?
Ich bin Ihnen sehr dankbar für ein Feedback
Freundliche Grüsse

Juan-Antonio de Dios
 
Re: Lebermetastasen

Sie sprechen ein grundsätzliches onkologisches Problem an: Lokaltherapie von Lebermetastasen (bei einer metastasierenden Erkrankung). Es muss nicht unbedingt eine Operation sein. Eine Op mit Leberteilresektion ist tatsächlich ein sehr schwerer Eingriff. Das müsste man genau abwägen. Es gibt aber verschiedene ablative Verfahren (Laser, RF, Brachytherapie, ev. stereotaktische Bestrahlung), die in Frage kommen und wesentlich weniger belastend sind (allerdings nur an speziellen Zentren durchgeführt werden). Nicht immer profitiert jedoch ein Patient von solchen Eingriffen. Wenn eine Metastase aber sehr schnell wächst und ansonsten alles einigermaßen unter Kontrolle ist, könnte das durchaus sinnvoll sein. Es ist, wie gesagt, immer eine individuelle Entscheidung. Über die aus meiner Sicht besonders geeignete Brachytherapie können Sie an der Uni Magedeburg (Prof. Dr. Jens Ricke, Radiologie) oder an der Charité Berlin (PD Dr. B. Gebauer, Radiologie) Infos oder Beratung einholen.
 
Re: Lebermetastasen

Guten Tag Herr Prof. Wust

Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Antwort. Heute ich die CT Besprechung mit meinem Onkologen. Er meinte, dass der Verlauf der Erkrangung Pankreasca meiner Mutter sehr selten ist, da die Ausgangslage sehr schlecht war (R1 und mehrere Lymphknotenbetroffen Stadium 3). Trotzdem hat Sie drei Jahre bis jetzt mit einer sehr hohen Lebensqualität gelebt. Es ist nur eine einzige Metastase in der Leber (Sektion 6 bis 7). Er hat mir vorgeschlagen im September ein CT zu machen und wenn es bei einer Metastase bleibt ein Verödung oder ein Strahlentherapie zu machen. Das sind mal positve Nachrichten. Was meine Sie???

Liebe Grüsse

Juan-Antonio de Dios
 
Re: Lebermetastasen

Das wäre dann eine Lokaltherapie, wie von mir angesprochen. Ob der Zeitplan gut ist, kann ich nicht vorhersagen. Möglicherweise ist das Intervall bis September etwas zu lang, da die Metastase bis dahin weiter wächst und dann immer schwerer zu behandeln ist. Vielleicht ist das Wachstum aber ohnehin sehr langsam. Ihr Onkologe wird es schon richtig einschätzen.
 
Re: Lebermetastasen

vielen herzlichen Dank für Ihre promte Antwort. Ich werde Montag mit unserem Onkologen über den Zeitplan sprechne der Lokaltherapie. Ich verstehe nicht, dass man bis im September warten muss um den Wachstum dieser Metastase zu beurteilen. Ich bin ja kein Mediziner aber meine Logik ist: Wenn diese einzige Metastase gewachsen ist, wir es doch schwieriger sein diese zu einem späteren Zeitpunkt zu behandeln, da sie ja grösser ist! Darum verstehe ich das nicht dieses Wartezeit bis im September. Oder ist das weil diese Metastase von dem Primärtumor Pankreasca sich anders verhält? Was meinen Sie??
Besten Dank
 
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