RE: Grundumsatz
Liebe Frau Obermeier,
Zurück zum Thema Mucofalk.
Wenn ich mir den Beipackzettel von Mucofalk so anschaue, ist es alles andere als völlig unbedenklich. Erst recht nicht für bettlägerige Menschen, medikamentenpflichtige Patienten oder Diabetiker.
Dort steht:
"Gegenanzeigen: Wann dürfen Sie Mucofalk® Orange nicht einnehmen?
Mucofalk® Orange darf nicht eingenommen werden bei: - bekannter Plantago- bzw. Psylliumallergie oder einer Über- empfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe - drohendem oder bestehendem Darmverschluss (Ileus) - krankhafter Verengung der Speiseröhre und im Magen-Darm Trakt - Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes - schweren Formen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Wegen unzureichender Erfahrungen sollte Mucofalk® Orange bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel mit reichlich Flüssigkeit ein, da es sonst zum Anschwellen und Verlegen des Rachenraumes oder der Speiseröhre und so zur Erstickung kommen kann. Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht bei Schluckbeschwerden und nicht im Liegen ein. Beim Auftreten von Brustschmerzen, Erbrechen sowie bei Beschwerden beim Schlucken oder Atmen ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
Wechselwirkungen Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Mucofalk® Orange oder werden selbst in ihrer Wirkung durch Mucofalk® Orange beeinflusst?
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können. Wie bei allen schleimstoffhaltigen Arznei- und Nahrungsmitteln ist eine behinderte Aufnahme von anderen Arzneistoffen (z.B. Eisen-, Lithiumpräparate) aus dem Magen-Darm-Trakt möglich; es sollte daher ein Abstand von einer halben bis zu einer Stunde vor und nach Einnahme von Arzneimitteln eingehalten werden. Quellmittel und Arzneimittel gegen Durchfall, die die natürliche Darmbewegung hemmen (z.B. Opiumtinktur, Loperamid-HCI) dürfen nicht gleichzeitig verabreicht werden, da ein Darmverschluss auftreten kann.
Hinweis: Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann eine Reduzierung der Insulindosis erforderlich sein. Dosierung, Art und Dauer der Anwendung Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Mucofalk® Orange nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Mucofalk® Orange sonst nicht richtig wirken kann!"
Diese Warnhinweise sollte einem zu denken geben und man sollte sich doch überlegen, ob man weiterhin Mucofalk als völlig harmloses Mittel zur Stuhlregulierung jedem Menschen leichtfertig empfehlen sollte.
Herzlichst Ihre
Beate Rosner