• Krebs entwickelt sich, wenn die Balance zwischen Zellneubildung und Zelluntergang gestört wird und sich die Zellen unkontrolliert vermehren. So kann sich eine bösartige Geschwulst bilden, ein sogenannter maligner Tumor. Es gibt viele verschiedene Krebsarten. Die meisten Tumoren wachsen zu Beginn in den Organen, zum Beispiel im Darm oder in der Lunge. Manchmal breitet sich der Krebs im Körper aus und bildet Metastasen. Haben Sie Fragen zu einer Krebserkrankung? Egal ob Hautkrebs, Lungenkrebs oder Magenkrebs: In diesem Forum können Sie sich rund um das Thema Krebs austauschen.

Falxmeningeom im Gehirn

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New member
Hallo
Habe ein großes Problem. meine Freundin ist 50 und hat seit ein paar Jahren ein Falxmeningeom zwischen beiden Gehirnhälften.
Bei dem letzten MRT vor 3 Jahren war er 2,6 cm groß. Ein Arzt hat ihr gesagt, auf keinen fall operieren, ein anderer hat es ihr geraten und sie über ziemlich harte Risiken aufgeklärt. Sie müsste nach der OP auf jeden Fall neu sprechen lernen, könnte danach blind sein und evtl nicht mehr laufen. Da die Stelle sehr komliziert für eine OP sei. sie zur Zeit psychischganz schlecht dran. Sie hat Angst vor einer neuen Untersuchung, hat aber oft ziemliche Migräne und Sehbeschwerden.

Meine Fragen wären: Sind die Risiken wirklich so hoch? Gibt es andere Möglichkeiten ohne OP, evtl (Ionen)- Bestrahlungen?
Würde gerne mit ihr zu einem Spezialisten, welches Krankenhaus wäre zu empfehlen?
Wäre für alle Informationen dankbar, würde ihr so gerne helfen
Vielen dank
 
Re: Falxmeningeom im Gehirn

Zunächst muss bei einem Meningeom an dieser Stelle der zeitliche Verlauf beobachtet werden. Nur bei eindeutiger Wachstumstendenz ist eine Therapie angezeigt. Ob die von Ihnen genannten Beschwerden wirklich auf das Meningeom zurückzuführen sind (Migräne), wäre zu prüfen und kann hier nicht entschieden werden. Beschwerden könnten ein weiterer Grund für eine Therapie sein.
Grundsätzlich wäre die Operation die Therapie der ersten Wahl. Da sollte man an ein entsprechendes Zentrum gehen. Sollte nach Expertenmeinung (Neurochirurg) die Operation mit den genannten Risiken verbunden sein, könnte auch eine stereotaktische Bestrahlung durchgeführt werden. Eine solche Bestrahlung könnte das weitere Wachstum stoppen und langfristig auch zu einer Tumorverkleinerung führen (mit Reduktion oder Rückbildung einiger Beschwerden), ist aber nur dann indiziert, wenn eine Op nicht in Frage kommt.
 
Re: Falxmeningeom im Gehirn

Hallo erstmal, eben las ich ihren Beitrag. Meine Flaxmeningeom OP war 1993 in München Uniklinik Grosshadern, ein Tumor ca.7,5x7 cm, frontal über und innerhalb der Sinus, beidseitig. Eine 13 Stunden lange OP, danach links vorrübergehende Halbseitenlähmung und 6 Monate Rollstuhl, schreiben und lesen konnte ich erst wieder nach vielen Wochen harten Training. Habe ein KunststoffIinplantat als Ersatzschädeldecke erhalten, die mir ausser ab und an Wetterfühligkeit keine weiteren Probleme macht, fuhr dann auch wieder Auto und arbeitete wieder Vollzeit.
Die ersten Jahre nach der OP, war ein kleines Restrezidiv vorhanden, nicht der Rede wert, nach 10 Jahren wuchs das Meningeom dann wieder und ist heute auf einer Größe von 4,5 bis 6 cm herangewachsen. Ein weites kleineres 2,3 x 2,7 cm Rezidiv entstand im hinteren Kopfbereich, sozusagen nach dem Knochenimplantat. Erst riet man mir zu einer weiteren OP im Klinikum Grosshadern und ich hatte verdammte Angst, da ich ja schon wusste was auf mich zukommt, der Tumor beengt jetztz schon das Bewegungszentrum im Gehirn. Inzwischen habe ich eine andere Alternative empfohlen bekommen durch einen Oberarzt der Neurochirurgischen Polyklinik in München Grosshadern. Er verwies mich an das Europäische Cyberknife Centrum, ebenfalls in München Grosshadern. (Links dazu über Goggle!). Dort bekam ich sofort einen Termin bei Prof. Dr. Wowra, einer der nicht lange Fakelt und mir sofort einen Bestrahlungstermin für Dezember 2010
benannte. Inzwischen nehme ich bis dahin Keppra 500mg früh und abends, zur Bestrahlungsvorsorge, damit keine Krampfanfälle bei der Bestrahlung kommen. Die Bestrahlung selbst läuft bei vollem Bewusstsein ab, ein Roboter der aus verschiedenen Richtungen den Tumor beschiesst und man auch nicht fixiert wird, da der Computer 100stel mm Bewegungen des Patienten sofort korregiert. Wenn das nicht ein Gottesgeschenk ist, dann weis ich nicht wem ich sonst Danken soll. Ich habe wenig Angst davor, keine Panik und kann nur jedem raten so eine Cyberknife Bestrahlung vor jeder OP Planung in Erwägung zu ziehen, unblutig, nicht geh- und sprachbehindert zu sein, was wünscht man sich mehr . Drücke die Daumen für die Freundin.. LG Christa
 
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