RE: calciummangel
Der Calciumspiegel im Blut wird durch hormonelle Regulationsmechanismen in einem engen Bereich konstant gehalten (2,2-2,6 mmol/L). Sinkt der Calciumspiegel im Blut, wird verstärkt Calcium aus dem Knochen freigesetzt. Im Skelett sind mehr als 99% des Calciums gespeichert (ca. 40.000 mmol) - immense Mengen, die bei Bedarf ins Blut abgegeben werden. Der Calciumspiegel im Blut ist daher ein schlechter Indikator für einen Calciummangel.
Würde man sich über einen längeren Zeitraum calciumfrei ernähren, wird das Calcium dem Knochen freigesetzt, ausserdem die Calciumausscheidung reduziert. Damit versucht sich der Organismus vor einer Calciumverarmung zu schützen. Wenn man sich dauerhaft calciumfrei oder -arm ernährt, muß man durch die Freisetzung von Calcium aus dem Knochen wegen der Abnahme der Knochendichte langfristig mit einem erhöhten Osteoporoserisiko rechnen.
Anhand spezieller Blutuntersuchungen kann man feststellen, ob verstärkt knochenabbauende Prozesse ablaufen. Diese Untersuchungen werden v.a. zu Forschungszwecken durchgeführt, ausserdem bei Personen mit erhöhtem Osteoporoserisiko, aber nicht im Rahmen von Routineuntersuchungen.