RE: zuviel Salz und welches bevorzugen?
Untersuchungen haben gezeigt, dass Kochsalz neben vielen anderen Ernährungsfaktoren mitverantwortlich ist für die Entstehung von Bluthochdruck. Bei einer Reduktion der Kochsalzufuhr bzw. der Natriumaufnahme wird der Blutdruck gesenkt, und zwar sowohl bei kochsalzempfindlichen als auch bei nichtkochsalzempfindlichen Bluthochdruck-Patienten. Daher wird eine Reduktion der Natriumzufuhr von verschiedenen internationalen Gesellschaften immer wieder gefordert. In Deutschland liegt die mittlere Zufuhr bei 9 g (Männer) bzw. 6 g bei Frauen. Der Bedarf an Natrium wird durch 2-3 g Kochsalz gedeckt.
Wenn Salz, dann jodiertes Speisesalz! Grund: Deutschland ist ein Jodmangelgebiet. Jod kommt in nennenswerten Mengen nur im Seefisch vor. Da Seefisch von der Mehrheit der Deutschen nicht regelmäßig konsumiert wird (mind. 1-2 x pro Woche wird gefordert), wird die empfohlene Zufuhr von 200 µg Jod/Tag (Erwachsene) nicht erreicht. Mit jodiertem Speisesalz kann das Defizit in der Jodzufuhr kompensiert werden, vorausgesetzt, das Jodsalz wird nicht nur bei der häuslichen Zubereitung verwendet wird, sondern auch in der Gemeinschaftsverpflegung und in der Lebensmittelindustrie (z.B. zur Herstellung von Brot, Wurst, Käse).
Der Jodgehalt des jodierten Speisesalz liegt bei 15-25 mg/kg (Durchschnitt 20 mg/kg ). Die Befürchtungen, die Verwendung von jodiertem Speisesalz könne ein Jod-Basedow, eine Jodallergie oder Jodakne hervorrufen, sind ungegründet.
Da eine Steigerung der Fluoridaufnahme zur Kariesprophylaxe beiträgt, wird vom Bundesamt für Risikobewertung u.a. Gremiem die Verwendung von Speisesalz empfohlen, das sowohl jodiert als auch fluoridiert ist.
http://www.bgvv.de/cms5w/sixcms/detail.php/869
http://www.fke-do.de/ernakomm/speisesalz.html
http://www.jodmangel.de/service.htm#internet
„Etwas mehr Salz bei extremer Hitze?“
Angesichts der Hitzewelle eine berechtigte Frage, denn beim Schwitzen verlieren wir nicht nur Wasser, sondern auch Salz. Da wir ohnehin mehr Speisesalz zu uns nehmen, als zur Deckung des Natriumbedarf notwendig wäre, ist eine ausreichende Natriumversorgung durch Lebensmittel gewährleistet. Das Problem liegt vielmehr in einer unzureichenden Aufnahme von Flüssigkeit, insbesonders bei älteren Menschen.
„Wieviel Salz täglich?“
Lt den aktuellen Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr wird von der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung ist eine Kochsalzzufuhr bei gesunden Erwachsenen von 6 g/d ausreichend, um den Natriumbedarf zu decken. Bei einer höhreren Zufuhr sind wenn überhaupt nur Nachteile zu erwarten. So wurde z.B. bei erhöhtem Kochsalzverzehr eine gesteigerte Calciumausschiedung im Urin und eine ungünstige Veränderung im Knochenstoffwechsel beobachtet. Bei Bluthochdruck kann eine geringere Kochsalzzufuhr von 3 g pro Tag (natriumarme Kost) bzw. 1 g / Tag (streng natriumarme Kost) erforderlich sein.