• Dr. Frauke HölleringOb Orgasmus, Stellungen beim Sex oder Selbstbefriedigung: Haben Sie Fragen zur Sexualität? In unserem expertenbetreuten Forum Sexualität können Sie sich ganz anonym über die schönste Nebensache der Welt austauschen. Unsere Expertin Dr. med. Frauke Gehring steht Ihnen – für eine begrenzte Anzahl von Fragen – gerne zur Seite. Die Allgemeinärztin arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Arnsberg mit Schwerpunkt Psychosomatik und Sexualmedizin und ist zudem als Referentin und Moderatorin für zahlreiche medizinische Themen im Print-, TV- und Internetbereich tätig.

Selbstbefriedigung trotz Partnerschaft?

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AbendRoth

New member
In einer Diskussion in diesem Forum, kam die Aussagen: Wenn ich in einer Partnerschaft bin, hat Selbstbefriedigung keinen Platz

Ich möchte das gerne hier thematisieren und hoffe auf einige Meinungen von euch.

Ich für meinen Teil möchte dass nicht pauschal so sehen. In einer Beziehung zu sein, heißt noch lange nicht, dass auch das Thema Sexualität völlig in Ordnung für beide Partner ist.

Viele Paare (und meistens die Männer) beklagen, dass es Unstimmigkeiten über die Häufigkeit des Geschlechtsaktes gibt. Oder es mag Familiensituationen geben, in der der eine Partner partout keine Lust hat, sexuell aktiv zu sein. Vielleicht spielen auch Gesundheit und ähnliches eine Rolle. Heißt dass, dass der andere dann seine Sexualität verkümmern lassen soll? Oder soll er den anderen dazu "drängen" ihm sexuell zur Verfügung zu stehen? Oder muss man sich als Partner verpflichtet fühlen, "allzeit bereit" für den anderen zu sein, wenn es um Sex geht?

Wie sieht es aus, wenn der Situation nicht nur Tage, sondern Wochen oder Monate anhält (z.B. bei einer langwierigen Krankheit)?

Klar, wenn beide Partner sich sexuell befriedigt fühlen, dann mag es sein, dass man selbst keine Wunsch nach Masturbation hat. Und wenn man anfangs in einer Beziehung häufig miteinander schläft, heißt das doch noch lange nicht, dass (ich spreche hier die Frauen mal an), dass es auch Glücklich und Zufrieden macht (ich kenne dass, weil ich das Problem der Vorzeitigen Ejakulation habe)

Und noch was: Wie sollen wir Männer wissen, was euch Frauen am besten gefällt, wenn ihr uns das nicht sagen könnt (z.B.: "Bitte streichel mich jetzt hier etwas fester" oder "An der Stelle bitte erst später" oder "Diese Bewegung würde jetzt gut tun"). Wenn eine Frau schon lange Jahre sexuell aktiv ist, mag sie das wissen - aber wie sieht es aus, wenn sich Bedürfnisse und Empfindungen ändern?

Wie gesagt, ich denke es ist ein interessantes Thema und ich freue mich auf zahlreiche Beiträge - beider Seiten Geschlechts
 
Danke AbendRoth ;-) Das ich meine Meinung gesagt hab, war wohl ziemlich blöd von mir. Werde ich mir in Zukunft besser vorher überlegen, was ich hier schreibe und was ich lieber sein lasse....
 
Ich hab extra nicht geschrieben "Wer" es war ;-)

Aber ich denke, dass viele andere Frauen da ähnlicher Meinung sind, wie du - meine mit eingeschlossen. Nur mich interessieren die Gründe dafür, warum es so ist.

PS: Bitte nicht böse sein - ich gelobe Besserung ;-)
 
Nein nein, böse ich bin jetzt nicht auf dich :-) Ich kam mir nur so vor, als bin ich die einzige hier, die so denkt. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich dann auch noch nen Kommentar ;-)
 
Hi AbendRoth,

ich bin generell der Meinung das SB nichts mit der Qualität einer Beziehung zu tun hat.
SB ist ein Katalysator der nicht auf den "normalen" Sex in der Partnerschaftübertragen werden kann und ist somit davon vollkommen losgelöst und gehört auch in eine sexuell befriedigende Beziehung.

Es ist natürlich etwas anderes wenn Mann oder Frau in der Beziehung nicht auf ihre Kosten kommen und die SB "auch" als Ausweichmöglichkeit nutzen müssen um überhaupt mal sexuell tätig sein zu können. Dem liegen dann aber auch handfeste Probleme zugrunde die beide kennen müssten und gemeinsam eine Lösung suchen sollten, denn wenn das Sexualleben ausbleibt hat man wohl noch Glück wenn der Partner es sich selber macht und nicht in andere Gefilde wechselt.
Wenn es keine Probleme gibt, der Partner auch der Meinung ist und man merkt das er trotzdem SB betreibt sollte man darüber hinwegsehen und es ihm gönnen, denn es ist nichts worüber man sich Sorgen machen sollte sondern ein ganz natürliches Bedürfnis das erst zum Problem wird wenn jemand da ist der etwas dagegen hat.
Für viele Männer und Frauen gehört die SB zur Sexualität dazu, auch mit den entsprechenden visuellen Reizen und unabhängig vom Beziehungsstatus.
Es ist nie gut wenn sich jemand in die Sexualität eines anderen einmischt, sie als schlecht beurteilt, vielleicht sogar angewidert ist und sagt er möge es sein lassen sonst...............Das kann man vermeiden indem man sich auf Entdeckungsreise der Sexualität des Partners begibt, auch indem man entsprechende Artikel liest, dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr sich darüber aufzuregen oder zu glauben das der Partner einen nicht mehr liebt.
 
Lieber Abendroth, guten Abend!

Ich glaube, der Drang ist in einem drin von Anfang an, sich anzufassen, zu befühlen, sich selber zu berühren. Das machen doch ganz kleine Babies schon. Sexualität ist lange vor einem Partner da, die ist seit der Geburt gegeben und wird im Mutterleib schon bestens vorgebaut und ausgebildet. Lustempfinden und Leben gehören doch zusammen. Wer nicht berührt wird, der muss leiden, der muss sogar sterben, das haben Forschungen bewiesen.
Ich weiß, das meinst du nicht, du meinst eher das wichsen, das onanieren. Wenn man Affen beobachtet, dann kann man lernen, keiner hat es ihnen beigebracht, sie machen es auch. So oft und so genial unbekümmert wie essen und trinken. Ich glaub, irgendwann hat der Mensch beschlossen, die reine unverfälschte, natürlichste Sache der Welt zu hinterfragen. Warum eigentlich? Wem schadet es?
 
Bonobos sind die nächsten Verwandten des Menschen und die nutzen ihre Sexualität zur Förderung des sozialen Zusammenhalts.
Sex wird als Besänftigungsmittel, zum Bilden von Bindungsstoffen und auch gegen Aggressionen eingesetzt.

Auch bei der SB wird oftmals Druck abgebaut und man sorgt nebenbei auch noch für das Trainieren und Erweitern der eigenen Sexualität.

Manch einer baut auch beim Sex mit der Partnerin, dem Partner Druck ab, aber ich denke das wollen viele nicht wirklich haben und so ist es doch sehr gut das nicht zwingend der Gegenüber dafür herhalten muss, sondern das es auch gut alleine geht.
 
Habe ich noch so einen Partner, so habe ich trotzdem meinen eigenen, privaten, mir gehörenden Körper. Ich bin eine Einzelperson die eigene Gedanken hat, eigene Gefühle, eigene Bestrebungen, eine eigene Seele, eigene Bedürfnisse und Wünsche...und natürlich bin ich wer, der neben der Partnerschaft auch seine eigene Sexualität hat. Wenn das mein Freund nicht auch so hätte, ich wäre ( für ihn) enttäuscht. Er täte mir leid, wenn er sich nicht auch alleine vergnügen könnte, nur mit sich. ich würde es ihm dann schmackhaft machen und es fördern, dass er sich gerne mit seinem Penis, seiner Lust, seiner "ersten Liebe" abgibt. Die darf man nicht vergessen. Selbst in der glücklichsten Partnerschaft nicht. Das ist meine Meinung. Sex mit sich ist ganz anders, als Sex mit noch wem. Das wirst du selber auch wissen. Also niemals wäre das eine Konkurrenz, oder gar eine Beleidigung für den Partner. Eigentlich ganz im Gegenteil, wenn ich es mir selber schön gemacht habe, dann habe ich als Draufgabe besonders gerne mit ihm auch Vergnügen, ich bin praktisch dann gebefreudiger, gelöster, eingestimmter, gut vorbereitet. Und er? Er bleibt auch fit. Was mir ja wieder zugute kommt.
 
Jeder hat ja das Recht auf eine eigene Meinung, und ich finde es gut, diese auch zu äußern, wenn man etwas "Gegenwind" erwarten könnte.

Ich empfinde es aber als ganz verständlich,dass sich Partner auch während einer guten Beziehung selbst befriedigen. Nicht immer ist sexuelle Lust da, wenn der Partner da ist; warum dann auf das Vergnügen verzichten? So lange man den gemeinsamen Sex dann nicht zu kurz kommen lässt, finde ich, kann jeder sich so oft befriedigen, wie er/sie Lust hat.

LG, Dr. Höllering
 
Vielen Dank für die tollen Aussagen bis hier her. Bitte weiter so ;-)

Wie gesagt wurde, ist der Sex mit sich alleine, was Gefühle und Vorgehen betrifft, oft ganz anders, als wenn man einen Partner hat. Ich will nicht sagen, dass eine ist besser oder schlechter - aber ich als Mann empfinde es total anders.

Ich liebe es mit meiner Frau mich sexuell zu vereinigen. Ich liebe es sie zu spüren, sie zu fühlen, sie ertasten zu können, sie zu hören - mit allen Sinnen zu erleben, wie sie erregt und letztlich "erlöst" wird. Das habe ich alles nicht, wenn ich alleine bin. Da habe ich nur mich und meinen Körper. Es fällt mir leichter, mich auf meine Erregung zu konzentrieren. Ich kann erforschen, was wir gefällt. Kann Berührungen ausprobieren, zu denen mein Partner noch nicht bereit ist.

Etwas, was ich besonders Vorteilhaft finde: Ich kann mir in dem Moment, meinen Partner so vorstellen, wie ICH das möchte. Ja, es gibt Momente, da möchte, dass meine Frau genau in diesem Moment dieses tut oder sagt. In Realität ist sie noch nicht bereit dazu oder ich weiß, dass es ihr nicht gefällt. Für mich alleine, kann ich mir dann den Moment so gestallten, ohne sie zwingen zu müssen, es zu tun (Ja richtig, in meinem Kopfkino spielt meine Frau die Hauptrollen ;-) )
 
Hallo tired, kannst du dich noch erinnern, da hat jemand hier vermeldet einmal, er würde gerne selbst Männern ab und an einen runterholen, nur damit sie entspannter dreinschauen und nicht immer so grantig sind. Er hat natürlich Spott geerntet und recht viel Kopfschütteln ausgelöst.
Ein Bauer hat mir einmal verraten, sind seine Stiere sehr unruhig und recht aggressiv, dann führt er Sperma ab bei ihnen und schon sind sie wieder friedlich.
Bestimmt zählt dabei einzig und alleine das eine Rolle, dass ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt und ein Fehlen bestimmter Drüsenstoffe im Körper auf die Stimmung Einfluss hat. Was auch immer man sich dabei denkt, oder ausmalt, oder vorstellt, das ist Nebensache. Welche Drüsen dabei aufmachen, sich öffen, das wird wohl die Hauptsache sein. Man medikamentiert sich, wenn man redet, lacht, jagt, zusammen ausgeht, sich beschäftigt, Sport betreibt, Sex macht, sich Fantasien hingibt und so weiter.
Während ich hier lese und schreibe strömt in mir wohltuende "Medizin" aus der körpereigenen Apotheke. Das ist SB, ebenso wie ein Besuch im Warmbad, oder ein Stündchen Liebe machen, alleine oder zu Zweit. Nicht wahr?
 
"Während ich hier lese und schreibe strömt in mir wohltuende "Medizin" aus der körpereigenen Apotheke"

@Elektraa: Sehr gut - jetzt wissen wir das auch ;-)
 
Ich glaube es hat auch viel mit Adrenalin zu tun.
Wenn ich überlege was früher immer gesagt wurde was man alles von SB bekommt, oder das die Jungs dann zur körperlichen Ertüchtigung geschickt wurden und die Mädchen zu den Nonnen, wenns ganz schlimm kam.
Genutzt hat es wenig, wohl weil es ein natürliches Bedürfnis ist was auch nicht unbedingt durch einen Partner zu stillen ist und zu intensiv als das man es einstellen sollte wenn es einen dazu drängt.
Es ist sicher für einige schön wenn der Partner oder die Partnerin so in der Beziehung aufgeht das keine SB mehr nötig ist, da denke ich allerdings das der Drang dazu und das was damit verbunden ist einfach nicht so stark ausgeprägt ist, wenn der Drang aber da ist und der Partner nicht möchte das SB stattfindet leidet wahrscheinlich sogar die Beziehung darunter.
Das ist eine Grenze die kein Mensch ziehen sollte, weil SB auch ein Vorgang sein kann den kein Mensch ersetzen kann und da sollten die Partner ihre Grenze der Einmischung ziehen.
Das ist oft so privat und intim das es einfach nur den der es macht etwas angeht und sonst niemanden, auch nicht die Freundin oder den Freund.
 
Diese Wende ist vollbracht, wo man gesagt hat, man bekommt Schwindsucht, wenn man das tut. ggg..hat sicher aber ihren Sinn gehabt. Weil wir jede Zeit kennen müssen, um herauszufinden, welche nun richtig ist, welche nicht.
Mir würde, (ein anderes Thema), mir würde auch nicht einfallen, mich in das Privatleben meines Partners einzumischen, was SB, oder Fantasien angeht. Es sei denn, er will sich mitteilen darüber. Ganz ehrlich, mich reizt der Gedanke, dass er mit mir nicht alles bespricht und nette Geheimnisse hat.
Ich kann das nicht nachvollziehen, was du sagst, dass man so aufgehen kann in einer Partnerschaft, dass das kein Thema mehr ist. Gerade da ist man in Laune zu Zeiten, wo man nicht zusammen ist diese Lust hochzuholen immer wieder. Bei Streitigkeiten, schlechter Stimmung in der Partnerschaft habe ich sogar weniger Bock als sonst, wenn alles kernig und gut ist.
 
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