RE: Nudel-Diät - sinnvoll?!
Eine Gewichtszunahme tritt ein, wenn die Energiebilanz positiv ist, d.h. wenn die Energiezufuhr größer ist als der Energieverbrauch. Ob die Kalorien in Form von Eiweiß, Fett oder Kohlehydraten zugeführt werden, ist für die Bilanz egal. Da 1 g Fett doppelt so viel Energie hat wie dieselbe Menge an Eiweiß und Kohlenhydraten, ist die Gefahr einer erhöhten Energiezufuhr bei Konsum von fettreichen Lebensmitteln größer als bei Verzehr von kohlenhydrat- oder eiweißreichen Lebensmitteln.
Da Nudeln, Reis und Kartoffeln neben Getreideprodukten komplexe Kohlenhydrate enthalten (sog. Polysaccharide), die den Blutzuckerspiegel langfristig stabilisieren und sättigen, sind sie eine gute Basis für eine gesunde Ernährung und auch für eine Reduktionskost. Dass Kartoffeln dick machen, ist Unsinn, es sei denn, man greift zu Pommes, Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat mit Majo-Dressing. Es kommt also auf die Zubereitung an. Dasselbe gilt für Nudeln. Diäten, die extrem eintönig sind, kann man längere Zeit nur schwer durchhalten. Wenn Sie Nudeln in unterschiedlichen Variationen essen, die Zubereitung nicht zu fettreich ist und eine negative Energiebilanz erreichen, werden Sie sicher ein paar Kilos verlieren. In Hinblick auf den Diäterfolg spricht aber nichts dagegen, die Nudeln gelegentlich durch Reis oder Kartoffeln zu ersetzen. Dass Reis in besonderer Weise Fettpölsterchen angreift, stimmt übrigens nicht.