RE: Kaluim :Kartoffeln, Reis etc? unwichtig!
RE: Kaluim :Kartoffeln, Reis etc? unwichtig!
Kaliummangel durch Nahrung gibt es praktisch nicht,
im Gegensatz zu Natrium (Kochsalz), deshalb muss man das Essen ja auch salzen (NaCl)
Kalium ist eher im Überschuss in der Nahrung, besonders in pflanzlicher Nahrung.
Die beiden Metalle (Elektrolyte) sind funktionell sehr eng (antagonistisch) verbunden.
Das heist bei geringere Kaliumzufuhr würde auch geringere Kochsalzzufuhr benötigt und umgekehrt bei höherer Kaliumzufuhr auch mehr Natrium.
Die Werbung für den "gesunden" Kaliumgehalt von Nahrungsmitteln ist also grotten-falsch. Über den Kaliumgehalt der Nahrung muss man sich also grundsätzlich keine Sorgen machen (natürlich nicht der Dialyse Patient).
Kaliummangel gibt es aber durch vermehrten Verlust, das wichtigste ist der starke Durchfall.
Die Körpersäfte sind generell salzhaltiger als z.B. Trinkwasser und auch Mineralwasser.
Eine Kaliumerhöhung im Blut ist gefährlicher als eine Natriumerhöhung. Die Niere scheidet viel schneller und anhaltender Kalium aus als Natrium und wegen dem o.g. Antagonismus (entweder oder) muss man bei allgemeinem Flüssigkeits/Salzmangel immer zuerst Natrium (Kochsalz) mit Flüssigkeit ersetzen als Kalium, weil die Niere bei Natriumspareinstellung das Kalium sofort wieder ausscheidet, erst wenn der Natriumspiegel wieder hoch genug ist, wird Kalium wieder festgehalten.
Das wird oft im Sport falsch gemacht.
Wichtig ist, dass es sich immer um Konzentrationen in Wasser handelt, eine Aussage über die biologische Wirkung der Salzmenge ist nur sinnvoll bei Berücksichtigung der Wassermenge, das heisst wer viel trinkt braucht mehr Kochsalz (NaCl), wer wenig trinkt braucht weniger. Wenig Salz, Vegetarieressen und viel Trinkvolumen ist eine typisch ungünstige Kostellation für Natriummangel mit vermindertem Flüssigkeitsvolumen als Folge, man wird schlapp, der Blutdruck sinkt.
Gruss
Paul