• Krebs entwickelt sich, wenn die Balance zwischen Zellneubildung und Zelluntergang gestört wird und sich die Zellen unkontrolliert vermehren. So kann sich eine bösartige Geschwulst bilden, ein sogenannter maligner Tumor. Es gibt viele verschiedene Krebsarten. Die meisten Tumoren wachsen zu Beginn in den Organen, zum Beispiel im Darm oder in der Lunge. Manchmal breitet sich der Krebs im Körper aus und bildet Metastasen. Haben Sie Fragen zu einer Krebserkrankung? Egal ob Hautkrebs, Lungenkrebs oder Magenkrebs: In diesem Forum können Sie sich rund um das Thema Krebs austauschen.

Chemo bei Darmkrebs

  • Thread starter Thread starter Anne2
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Anne2

Guest
Lieber Prof. Wust und alle anderen, die mir helfen können,

mein Vater ist vor kurzem (15. April 2003) an Darmkrebs operiert worden. Befund: T3 N2 M1 G2. Die im Bauchnetz gefundene Metastase konnte entfernt werden, an Leber und Lunge sowie Knochen konnten keine Metastasen festgestellt werden.

Nun stellt sich für uns die Frage nach der Anschlußbehandlung. Aus Ihren Beiträgen (und aus anderen Quellen im Internet auch) entnehme ich, daß die Behandlung mit 5-FU sehr wenig erfolgreich ist. Warum wendet man sie dann überhaupt noch an, da doch eine Chemo den Patienten auch immer stark schwächt? So richtig verstehe ich das nicht. Was würden Sie, Prof. Wust, tun, wenn Sie persönlich oder ein Familienmitglied betroffen wären? Erst mit 5-FU beginnen, oder Xeloda, oder Irinotecan? Gibt es auch bei Irinotecan die Resistenzen wie bei 5-FU? Welches Verabreichungsschema würden Sie wählen? Oral, Dauerinfusion, lokale Chemo, 24h Infusion?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.
 
RE: Chemo bei Darmkrebs

Bei manifesten Metastasen ist 5-FU nicht so wirksam und wird durch die Kombinationen mit Oxaliplatin oder Irinotecan zunehmend abgelöst. In der adjuvanten Therapie ist aber 5-FU immer noch Standard. Hier wäre m.E. 5-FU kontinuierliche Infusion sinnvoll (ich gehe davon aus, dass es kein Rektumkarzinom war, sonst wäre auch Bestrahlung indiziert).
 
RE: Chemo bei Darmkrebs

Lieber Herr Prof. Wust,

vielen Dank für Ihre Antwort. Erst einmal auf Ihre Frage: es war ein Coloncarcinom in der rechten Colonflexur. Leider haben wir gestern erfahren, daß bei der Operation in Lymphknoten der befallen zu sein scheint (im CT verdickt zu sehen) und sich im Lig. Hepatoduodenale befindet bei der Operation nicht entfernt wurde. Warum, das wissen wir leider nicht. Ist das an dieser Stelle nicht möglich oder kompliziert, oder wurde es eher vergessen? Was bedeutet das nun für das weitere Vorgehen, denn man sagte uns, daß im Moment nicht wieder operiert werden könnte. Hätte hier eine reginole Chemotherapie Vorteile gegenüber einer systemischen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe!
 
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